Iran geht schärfer gegen Opposition vor

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Verstärkte Präsenz der Polizei in Teheran

Vor einer in Iran geplanten Solidaritätskundgebung für die Protestbewegungen in Tunesien und Ägypten hat die Regierung in Teheran ihr Vorgehen gegen die Opposition verschärft.

(ddp) Die Telefonleitungen von Oppositionsführer Mir Hossein Mussawi wurden am Montag gekappt, wie die der Reformbewegung nahestehende Website kaleme.com berichtete. Zudem sei Mussawis Haus abgeriegelt worden, um den Oppositionsführer an der Teilnahme an der Kundgebung zu hindern.

Vor Mussawis Haus seien mehrere Polizeifahrzeuge stationiert worden. Mussawi und ein weiterer Oppositionsführer, Mahdi Karrubi, stehen seit der vergangenen Woche unter Hausarrest. Die Regierung hat die Demonstration verboten und mit Konsequenzen gedroht, sollte diese dennoch stattfinden. Am Montag bezogen zahlreiche Polizisten und Milizionäre im Zentrum der Hauptstadt Stellung.

Nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl im Sommer 2009 waren die iranischen Sicherheitskräfte mit äusserster Härte gegen Demonstranten vorgegangen. Seit mehr als einem Jahr konnte die Opposition keine Kundgebung mehr abhalten.

Türkischer Präsident empfiehlt Bürgernähe

(Reuters) In Iran hat der türkische Präsident Abdullah Gül hat die Regierungen im Nahen Osten zu mehr Bürgernähe aufgerufen. «Manchmal werden die Völker selbst aktiv, um ihre Forderungen durchzusetzen, wenn die Regierenden den Forderungen der Menschen kein Gehör schenken», sagte Gül am Montag anlässlich eines Staatsbesuchs in Teheran. Die Volksproteste, die in Ägypten und Tunesien die Präsidenten aus dem Amt gefegt hatten, seien für ihn in der Ära moderner Massenkommunikationsmittel keine Überraschung gewesen.

Güls erster Staatsbesuch in der Islamischen Republik fiel mit Demonstrationen der Opposition zur Unterstützung der Umstürze in Ägypten und Tunesien zusammen. Von den nicht genehmigten Aktionen erhoffen sich die iranischen Regierungsgegner neuen Schwung für ihre Anliegen. Die Sicherheitskräfte zeigten massive Präsenz, um Proteste wie nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinejad 2009 im Keim zu ersticken.

Während des Aufstands gegen den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak hatte die Türkei Sympathie für die Forderungen der Bevölkerung bekundet. Das Regiem in Teheran stellt die Umwälzungen in Ägypten als Sieg des Volkes über einen pro-westlichen Diktator dar.

quelle: nzz.ch

http://tinyurl.com/6zz9rwa

Human Rights Watch: Armee foltert Mubarak-Gegner

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Seit Beginn der Proteste in Ägypten gilt das Militär im Gegensatz zur Polizei als neutraler Faktor – offenbar zu Unrecht. Heimlich soll die Armee Regimegegner verschleppen und brutal malträtieren.

Trotz all der Sorge über den Aufruhr am Nil wollte Barack Obama auch loben: Ausdrücklich hob der US-Präsident die positive Rolle des ägyptischen Militärs hervor, es habe sich während der Massenproteste professionell und patriotisch verhalten, sagte Obama. Er hoffe, die Streitkräfte sorgten auch weiterhin für einen friedlichen Verlauf der Demonstrationen.

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Papst Benedikt XVI. : Ägypten muss zum friedlichen Zusammenleben finden

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Das Ringen um die Zukunft von Ägypten geht in die entscheidende Phase

 

 

ROM, 7. Februar 2011 (ZENIT.org).-Das Ringen um die Zukunft von Ägypten geht in die entscheidende Phase. Die Tage von Husni Mubarak als ägyptischer Präsident scheinen gezählt. Doch wie wird der Übergang gestaltet? Im Gespräch ist sogar eine Ausreise von Mubarak nach Deutschland. Mehr

Wer Arabiens Demokraten wachrütteln kann

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Ein Gastbeitrag von Cem Özdemir

Demonstration in der Türkei: Demokratische Kraft für die arabische Region

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REUTERS

Demonstration in der Türkei: Demokratische Kraft für die arabische Region

Die arabische Welt steht vor gewaltigen Umwälzungen – und sie braucht dringend die Hilfe des Westens: Wenn Demokratie in der Region nicht nur ein Zwischenspiel auf dem Weg zum Islamismus bleiben soll, müssen wir in einem Umfang helfen, der alles Dagewesene in den Schatten stellt. Mehr

Ägypten/Libanon: „Christen und Muslime vereint“

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Die aktuellen politischen Umwälzungen in Ägypten und den anderen Ländern Nordafrikas haben Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen. Das sagt gegenüber Radio Vatikan Mohammad Sammak. Er ist politischer Berater im Libanon und gilt als Experte für den christlich-islamischen Dialog.

„Christen und Muslime sind auf einer Seite. Egal ob in Tunesien, in Ägypten, im Libanon oder in Jordanien – überall leiden die Christen und Moslems an denselben Problemen, was die Diktatur oder das autokratische Regime angeht. Eine Umwälzung wird zum Wohle der Christen UND der Moslems beitragen. Und ich hoffe, dass diese Veränderungen den Weg freimachen für ein besseres Verhältnis zwischen Christen und Moslems“.

Die Opposition in Ägypten fordert derzeit weiterhin einen sofortigen Rücktritt Mubaraks. Auch der US-amerikanische Präsident Barack Obama hat sich am Freitag für eine Übergangsregierung ausgesprochen, die bis zu den Neuwahlen im Herbst die Macht übernehmen soll. Präsident Mubarak ignoriert Presseberichten zufolge weiterhin die Rücktrittsforderungen. Nach friedlichen Protesten am Freitag fielen in der Nacht zum Samstag wieder Schüsse.

(rv 05.02.2011 ag)

quelle: oecumene.radiovaticana.org

http://tinyurl.com/62jofrb

Harsche Kritik an deutscher Ägypten-Politik

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Zu zögerlich, zu Mubarak-freundlich: Prominente Oppositionspolitiker kritisieren den Umgang Westerwelles mit den Unruhen in Ägypten. CDU-Politiker schließen sich an.

© Miguel Medina/AFP/Getty Images

Mubarak-Gegner in der Nähe des umkämpften Tahrir-Platzes in KairoMubarak-Gegner in der Nähe des umkämpften Tahrir-Platzes in Kairo

Dass Guido Westerwelle die Protestbewegungen in Nordafrika ignoriert, kann man ihm nicht nachsagen. Heute erst erschien ein Interview in der Passauer Neuen Presse, in dem der Außenminister sich “besorgt” über die “Eskalation der Lage in Kairo” zeigt. Auch sei es “unter keinen Umständen akzeptabel”, wenn Demonstranten “mit Gewalt” niedergeknüppelt würden. Mehr

Bloggen aus Ägypten

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Webschau mit Thomas Reintjes

<p>Ein Mann macht bei einer Demonstration in Kairo Handy-Fotos.
Ein Mann macht bei einer Demonstration in Kairo Handy-Fotos. (AP)

Der bloggende Journalist Richard Gutjahr ist am Wochenende nach Ägypten geflogen, um direkt von dort zu bloggen und etwas zu bieten, was Radio, Fernsehen und Zeitungen in Deutschland nicht bieten. Einige Blogger, Journalisten und Medienexperten sehen durchaus kritisch, was Gutjahr da gemacht hat, andere sind hellauf begeistert und sehen in ihm praktisch den Prototyp des freien Reporters der Zukunft.

Gutjahr selbst schrieb Mittwochnachmittag: “Dies wird einer meiner letzten Blogposts aus Ägypten sein. Ich sitze im Taxi zum Flughafen. [...] Meine Internet-Roaming-Gebühren betragen zum heutigen Tag rund 3500 Euro, Telefonate nicht inklusive.” Einige Einnahmen bekommt Gutjahr allerdings durch den Spendenbutton, den er auf seinem Blog installiert hat – und auch einige herkömmliche Medien, zum Beispiel die Münchner Abendzeitung, haben seine Berichte veröffentlicht.

Begeisterung für Gutjahr

Viele im Internet sind jetzt ganz begeistert, dass einer von ihnen, ein waschechter Blogger und Twitterer als Krisenkorrespondent nach Ägypten gegangen ist. Auf haltungsturnen.de heißt es: “Er schreibt eine Livereportage. Und zwar, bisher, eine gute. Besser als das meiste, was ich neben groben Überblicken bisher gelesen habe.

Aber es gibt auch deutliche Kritik. Nico Lumma, Social Media Experte der Werbeagentur Scholz & Friends zum Beispiel schreibt: “Mich erinnert das sehr stark an Richards Berichterstattung über das Schlangestehen für den iPad. Auch da hat Richard sich auf ein Thema gestürzt, das viel Aufmerksamkeit garantierte und er hat sich dementsprechend inszeniert.

Selbstinszenierung oder Journalismus?

Auch andere Stimmen kritisieren die Selbstinszenierung Gutjahrs und seine angeblich mangelnde Kompetenz – dabei ist Gutjahr ein “richtiger” Journalist, arbeitet beim Bayerischen Rundfunk und hat auch schon aus anderen Kriegs- und Krisengebieten berichtet. Hier werden Veränderungen in den Medien ganz deutlich. In Zukunft werden wahrscheinlich mehr Blog- und Twitter-Reporter unterwegs sein. Sabria David von Slow Media findet, es gibt inhaltliche Gründe, Gutjahr zu lesen:

Alleine für die Fotos lohnt es sich, dort hinzusehen. Wer seinem Twitterstream folgt, weiß, dass er sich öfter in Israel aufhält und so eine höchst interessante Perspektive auf die Entwicklungen hat: die hiesige und die dortige. [...] Thomas Knüwer meint, dass eine Unterstützung für die Roaminggebühren Richard Gutjahrs besser angelegtes Geld ist als GEZ-Gebühren. Ich bin nach den letzten Tagen geneigt, ihm zuzustimmen.

Aber auch Vertreter der klassischen Medien, wie zum Beispiel Martin Giesler, TV- und Online-Journalist aus Mainz, äußert sich zum Thema – eine Konkurrenz sieht er in Gutjahrs Blog nicht:

Ich sehe in der Blogreise Gutjahrs keine Konkurrenz, sondern lediglich eine schöne und absolut notwendige Ergänzung auf der Höhe der Zeit. Richard Gutjahr macht exzellent vor, was ein Reporter oder Korrespondent heute leisten muss. Es reicht nicht aus, bequem vom Hochhaus aus, einen Aufsager in die Kamera einzusprechen. Gut bezahlte TV- Leute oder Auslandsjournalisten müssen vielmehr ihren Zuschauer auf die Reise mitnehmen“.

Journalistische Unabhängigkeit?

Denn, so Giesler, Hintergründe liefern, erklären sei das eine. Eine Reportage und die Menschen auf der Straße zu Wort kommen lassen, sei das andere, die schöne Ergänzung:

Bloggende Journalisten müssen also auch sehr aufpassen, sich nicht zu sehr mit einer Sache gemein zu machen. Ferner wird von der Unabhängigkeit geschwärmt. Ja, es ist kein Chefredakteur da. [...] Aber ist denn wirklich das besser, was zwei Augen sehen, als das, was von mehreren Seiten betrachtet wird?

Sein Fazit: “Rundfunkanstalten und Verlage müssen trotzdem reagieren. Sie müssen eigene Blogger losschicken, die neuen Kanäle ernst nehmen.

Im Rhein-Necker-Blog gibt es zum Thema ein Interview mit Christoph Maria Fröhder, der seit 40 Jahren Krisenreporter ist. Er sagt: “Ich kann für mich nur sagen, dass ich es immer abgelehnt habe, im Schnellschußverfahren aus einem Land zu berichten, in dem ich zuvor nie gewesen bin, zu wenig Wissen habe und keine Kontakte. Ohne diese Voraussetzungen ist eine hintergründige und verlässliche Berichterstattung nicht möglich. Man kann nicht einfach aus dem Stand über sehr komplexe Vorkommnisse berichten.” Stattdessen beschreibt er aber auch, was er machen würde. Lesen lohnt.

quelle: wissen.dradio.de

http://tinyurl.com/67759cq

Wohin marschiert Ägypten?

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Ägypten marschiert aber niemand weiß bisher wohin der Marsch führen wird. Was kommt nach Mubarak und welche Bewegung außer den radikal-islamistischen Muslimbrüdern gibt es in Ägypten noch? Derzeit äußern sich “intellektuelle” Westler zu den Muslimbrüdern und scheinen diesen bereits einen moderaten Anstrich verpassen zu wollen. Mehr

Tausende Ägypter marschieren gegen Mubarak

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So begann auch die Revolution in Tunesien: Tausende Menschen haben in Kairo gegen Ägyptens Regierung protestiert, Polizisten mit Steinen beworfen – sie verlangen den Rücktritt von Präsident Mubarak. Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein. Mehr

Mohamed ElBaradei, Nobelpreisträger

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“Der Plan war und ist, durch friedliche Mittel Druck auf die Regierung zu machen, durch Menschen, die sich erheben und wahrgenommen werden. Das ist wegen der herrschenden Kultur der Angst nicht einfach. Wenn man Umfragen macht, unterstützen zwischen 90 bis 95 Prozent der Menschen aus unterschiedlichsten Gründen den Wandel.”

Von Helmuth Fuchs

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